Junges, altes Isernhagen-Süd

In Isernhagen-Süd wohnen 2800 Menschen. Davon gehören 511 zur Gruppe der Null- bis 17-Jährigen. In anderen, größeren Stadtteilen gibt es zwar absolut gesehen deutlich mehr Kinder und Jugendliche, zum Beispiel in der List (6419) oder in Groß-Buchholz (4388). Doch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der beiden Stadtteile ist gemessen am stadtweiten Vergleichswert von 15 Prozent lediglich durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. In Isernhagen-Süd dagegen liegt der Quote der Kinder und Jugendlichen bei 18,3 Prozent.

Ähnlich ist es bei den Bewohnern über 60, von denen 1040 in Isernhagen-Süd leben. In absoluten Zahlend ist das längst kein markanter Wert, doch der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtzahl der Bürger im Stadtteil beträgt hohe 37,1 Prozent - der Städtische Schnitt liegt bei 24,6 Prozent. Wegen seiner hohen Quoten sowohl bei den Jungen wie bei den Alten wird der Stadtteil von den Statistikern als “stark generationendurchmischt” bewertet. Vergleichsweise gering ist hier im Umkehrschluß der Anteil der Bevölkerung mittleren Alters.

Haushalte mit Kindern

Besonders hohe Anteile an Familien gibt es sowohl in den besser situierten, bürgerlichen Wohngegenden und den Neubaugebieten in den städtischen Randlagen als auch in den so genannten prekären Quartieren mit einer Vielzahl sozialer Probleme. Insgesamt überwiegen in Hannover allerdings die Einpersonenhaushalte mit 54 Prozent. Nur in 17 Prozent der Haushalte leben Kinder unter 18 Jahren. In den innenstadtnahen Quartieren List und Zooviertel, deren soziale Situation als entspannt beschrieben werden kann, liegt der Anteil der Familienhaushalte an der Gesamtbevölkerung mit 16 bis unter 20 Prozent in etwa in diesem Rahmen, in der hinsichtlich der Sozialstruktur vergleichbaren Oststadt mit unter 13 Prozent indessen um einiges niedriger.

In den weiter außerhalb gelegenen bürgerlichen Stadtteilen Bothfeld und Isernhagen-Süd wird der städtische Durchschnittswert dagegen übertroffen - die Quote der Familienhaushalte beträgt dort 20 bis 24 Prozent. ...

Hier finden Sie Informationen zur Vorstellung des Sozialberichts sowie den Sozialbericht 2013:

Wo Jung und Alt zu Hause sind

Sozialbericht der Stadt untersucht die Altersstruktur der Bevölkerung im Osten Hannovers

gefunden in:
Stadt-Anzeiger der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, 10. Oktober 2013 - von Stefanie Kaune

Isernhagen-Süd überrascht. In dem kleinen Stadtteil am nordöstlichen Stadtrand ist laut dem in diesem Jahr vorgelegten Sozialbericht der Stadt ein Phänomen zu beobachten, das paradox klingt: Dort wohnen gemäß dem Zahlenwerk sowohl überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche als auch überdurchschnittlich viele Menschen der Generation “60 plus”. Statistiken funktionieren nun mal anders als der Alltagsverstand, doch sie fördern oft Interessantes zutage. Der Stadt-Anzeiger hat sich darum angeschaut, was der Sozialbericht insgesamt zur Alters- und Bevölkerungsstruktur in Hannovers Osten zu sagen hat.

Anzahl Kinider und Jugendlicher - Grafik-aus-dem-Sozialbericht
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