Üstra-Kunden blockieren Parkplatz

Für Kunden des kleinen Einkaufszentrum in Isernhagen-Süd bleiben nur wenige Stellplätze.

gefunden in: Stadt-Anzeiger der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, 18.2.2010,
von Hans-Dieter Meinen

Auf den ersten Blick müssten die Geschäftsleute in dem kleinen Einkaufszentrum am Fasanenkrug hochzufrieden sein: der Parkplatz hinter ihren Geschäften ist fast immer weitgehend ausgelastet.Tatsächlich ist dieser Zustand für die Einzelhändler aber höchst unbefriedigend. Denn viele der Stellplätze werden von Pendlern besetzt, die das Areal als Park-and-Ride-Platz nutzen. Für Kunden des Einkaufszentrums bleibt deshalb oft kein Platz.

Werner Senking, Inhaber des Zentrums, hat deshalb am vergangenen Freitag zum letzten Mittel gegriffen und unerlaubt parkende Autos abschleppen lassen. “Es kann nicht sein, dass die Kunden der Geschäfte hier wieder wegfahren müssen, weil sie ihr Auto nicht abstellen können”, schimpft Senking.

65 Parkplätze gibt es auf dem Hof des Isernhagener Einkaufszentrums. “Rund die Hälfte davon wird ständig von Pendlern blockiert”, schätzt Senkung. Um das Problem dauerhaft zu lösen, wünscht er sich deshalb die Errichtung eines offiziellen Park-and-Ride-Platzes. Vor acht Jahren hatte auch der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide den Bau eines Parkplatzes auf der gegenüberliegenden Seite der Prüßentrift schon einmal gefordert - daraus ist allerdings nie etwas geworden.

Auch künftig wird es am Fasanenkrug wohl keine entsprechende Lösung geben. “Dort ist kein Park-and-Ride-Platz geplant”, sagt Karin Pfitzner vom zuständigen ‘Team Planung und Bau’ bei der Region Hannover. Schließlich gebe es an der nur gut einen Kilometer entfernten Kurze-Kamp-Straße bereits einen Park-and-Ride-Platz für 97 Autos - und der ist nach Zählungen der Region nur zur Hälfte ausgelastet.

Gegen die Lösung am Fasanenkrug spricht auch noch ein weiteres Argument: “Es gibt eine langfristige Option, die Stadtbahnstrecke der Linie 9 zu verlängern”, erklärt Karin Pfitzner. Diese Möglichkeit ist zwar “sehr wage”; sollte die Stadt aber irgendwann einmal zusätzliche Baulandflächen in Isernhagen-Süd östlich der Prüßentrift ausweisen, käme die Stadtbahnverlängerung möglicherweise wieder in Betracht.

Für das Problem der Geschäftsleute im Einkaufszentrum am Fasanenkrug schlägt Pfitzner eine kleine Lösung vor: “Wir könnten dort ein Schild mit einem Hinweis auf den Park-and-Ride-Platz an der Kurze-Kamp-Straße anbringen.”

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