Schallschutz f├╝r sechs Millionen

(Abschrift aus: 13.12.2007 - Nordhannoversche Zeitung - von Antje Bismark)

In fast 1400 Wohnungen und H├Ąusern l├Ąsst der Flughafen in den n├Ąchsten Monaten neue Fenster einbauen - um den Schallschutz zu verbessern.

Die Gesamtkosten f├╝r den Einbau der Fenster sch├Ątzt das Unternehmen auf rund sechs Millionen Euro, wobei die Airlines seit August 2007 daf├╝r ein spezielles Entgelt zahlen und am Ende die H├Ąlfte der Kosten finanzieren sollen. “Bis zum Abschluss der  Arbeiten l├Ąuft der Nachtflugverkehr komplett ├╝ber die Nordbahn”, sagte Flughafenchef Raoul Hille gestern Morgen, als sich der FDP-Landtagskandidat Rainer Blasczyk am Airport vorstellte. Er pl├Ądierte ebenso wie der Landesgesch├Ąftsf├╝hrer Stefan Birkner daf├╝r, den Dialog zwischen den Anwohnern, die ├╝ber Flugbel├Ąstigungen klagen, und Flughafen offen zu gestalten sowie alle Daten zu ver├Âffentlichen.

“Wir m├╝ssen die Interessen der Betroffenen, der Arbeitnehmer und des Unternehmens abw├Ągen und ein gesundes Miteinander schaffen”, sagte Blasczyk. Er regte einen Fonds an, in den der Flughafen einzahlen soll, um damit Flugl├Ąrmgeplagte zu unterst├╝tzen. Aus Sicht von Hille birgt ein solches Projekt mehr Vor- als Nachteile: “Sinnvoller ist es sicherlich, den Schallschutz nachhaltig zu verbessern und in unmittelbarer N├Ąhe zum Flughafen keine neuen Baugebiete auszuweisen.” Der Unternehmenschef betonte auch, dass sich der Flughafen mit der so genannten Bonusliste eine eigene Beschr├Ąnkung auferlegt habe. Nach dieser Liste d├╝rfen nur Flugzeuge mit dem Kapitel-3-Zertifikat zwischen 23 und 6 Uhr starten und landen.

bereits in den zur├╝ckliegenden Jahren hatte der Flughafen mit einem 15 Millionen Euro umfassenden Schallschutzprogramm zahlreiche H├Ąuser in Langenhagen, Isernhagen und Garbsen mit Schallschutz ausger├╝stet. So lie├č das Unternehmen 8770 Fenster, 3136 schallged├Ąmmte L├╝fter und 128 D├Ącher mit entsprechendem Schutz ausstatten. Dieses Volumen reicht jetzt jedoch nicht mehr aus, so dass der Flughafen im n├Ąchsten Jahr weitere H├Ąuser umbauen wird.

“Wir haben mittlerweile Kontakte zu allen Haus- und Wohnungsbesitzern aufgenommen”, sagte der Umfeldbeauftragte Wolfgang Busmann. Jetzt beginne das Ausmessen, ehe die schalltechnischen Gutachten und die Ausschreibungen in Auftrag gegeben werden.

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