St. Philippus

Philippuskirche, Gemeindezentrum

Mit der wachsenden Bebauung von Isernhagen-Süd wuchs auch das Bedürfnis nach einer eigenen Kirche. Die Gemeinde wurde 1954 gegründet, als Isernhagen N.B. Süd zu stark wuchs, so dass sie nicht mehr länger von St. Marien in Isernhagen KB betreut werden konnte.

Zunächst entstand eine Behelfskirche am Fasanenkrug auf dem Gelände des heutigen Altenheimes Waldeseck. „Wir gehen in den Stall von Bethlehem“ sagten 1954 viele Bewohner von Isernhagen – Süd, wenn sie im Jahr 1954 zum Sonntagsgottesdienst pilgerten.

Es sollte bald jedoch ein neues Gemeindezentrum an der Straße „Am Fasanenbusch“ entstehen. 1957 wurde als erstes der Kindergarten fertig. BauKindergarten

Er existiert heute nach wie vor. Der Grundstein zur Kirche wurde am 6. November 1960 gelegt. Die Kirche konnte am 11. März 1963 durch den damaligen Landesbischof Dr. Lilje geweiht werden. Anschließend wurde das Pfarrhaus gebaut, und als letztes wurde 1972 das Gemeindehaus in der heutigen Form fertig.

Am 11.03. 1962 wurde die Kirche feierlich eingeweiht. Leicht war der Weg nicht, das Geld für den Bau zusammen zu bekommen. Jeder Pfennig musste in der Gemeinde umgedreht werden. Die Bürger benötigten ja zunächst einmal selbst Geld für den Aufbau des eigenen Heimes. Der damalige Pastor Heinemeyer hatte sich besonders für den Bau der Kirche und das Sammeln der dafür benötigten Gelder eingesetzt.

StPhilippusKreuzAls letztes Kunstwerk kam im Herbst 2000 der berühmte „Polnische Kreuzweg“ des großen deutschen Holzschneiders HAP Grieshaber in die Kirche.

Bei der politischen Eingemeindung von Isernhagen - Süd in die Landeshauptstadt Hannover 1974 blieb die Kirchengemeinde beim Kirchenkreis Burgwedel. In der Gemeinde haben bisher fünf Pfarrer gedient.

2006 umfasst die Gemeinde ca. 1350 Mitglieder. Um eine ganze Pfarrstelle zu behalten, wurde der Kooperationsvertrag mit den Nachbargemeinden St. Nicolai und St. Nathanael geschlossen. Das bedeutete das Ausscheiden aus dem Kirchenkreis Burgwedel zum 1.1.2000. Pastor Rose betreute nun seelsorgerisch Teile der St. Nicolai - und einige Straßen der St. Nathanael Gemeinde.

Vom 03. bis 16. September 2004 feierte die Philippusgemeinde ihr 50-jähriges Bestehen.

Folgende Aktivitäten verdienen Erwähnung:

  • regelmäßige Konzerte: "Musik in St. Philippus"
  • "Gespräche mit Nachbarn" - Abendvorträge (mit Aussprache) von Gemeindegliedern über deren Spezialgebiete oder besondere Interessengebiete
  • Kantorei (seit Bestehen der Kirchengemeinde)
  • Seniorenkreis
  • Besuchsdienstkreis (für Geburtstage ab 75 Jahren)
  • Begrüßung Neuzugezogenen
  • Konfirmandenunterricht nach dem Hoyaer Modell

Der FriedhofFriedhof1

Die Bewohner des schnell wachsenden Wohngebietes wollten sehr bald auch einen eigenen Friedhof haben. Am Ende des Birkenweges wurde ein Grundstück dafür gefunden und der Friedhof angelegt. In der gärtnerischen Gestaltung wurde er der umgebenden Feldmark angepasst. Am 01. September 1960 konnte der Friedhof für Beerdigungen freigegeben werden.Friedhof2

Eine Fläche für eine spätere Erweiterung wurde durch die Gemeinde vorgehalten. Die Stadt Hannover hat diese Fläche jedoch bei der Eingliederung von Isernhagen-Süd nicht übernehmen wollen, weil der Friedhof geschlossen werden sollte. Inzwischen kann allerdings auf Drängen der Bürger wenigstens auf der alten Fläche weiter beerdigt werden.

StPhilippusPortal
StPhilippusAltar

oben: Portal der Kirche kupfergetrieben von dem
Bildhauer Peter Greve. Linker Flügel: Philippus,
Nathanael und andere Griechen, die später alle
über Philippus zu Christus gefunden haben.

unten:
Standkreuz von Ingeborg Steinert
Kunstgeschichtliche Besonderheit:
Der Gekreuzigte löst sich vom Kreuz und wendet sich mit liebevoller Hand- bewegung dem Mörder zu seiner Rechten zu.

links:
Altar der St. Philippus-Kirche

Aber auch das Gotteshaus sollte wohl geraten, weil eine schöne Kirche nach Meinung von Pfarrer und Gemeinde ebenso wichtig war, wie das eigene Heim. So blieb durch gutes Wirtschaften immer noch Geld übrig für eine gelungene künstlerische Ausgestaltung des Bauwerkes.

St. Philippus ist ein typisches Bauwerk der sechziger Jahre, sparsam und klar gegliedert in der Architektur. Der Bau wurde von dem Architekten und Stadtbaurat Hanns Bettex (1899 – 1963) unter Mitarbeit des Architekten Müller – Krumwiede entworfen.

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